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Vektor­grafiken: Wie du mit skalierbaren Grafiken im Print und Web punktest

Pixel ade, Qualität olé! In diesem Artikel erfährst du, was eine Vektorgrafik überhaupt ist, welche Dateiformate es dafür gibt, wie du eine Vektorgrafik erkennst und warum sie sowohl im Print- als auch im Webbereich unschlagbar ist.

Letzte Aktualisierung: Juni 2024

#1

Vektorgrafik – was ist das überhaupt?

Eine Vektorgrafik ist eine Grafik, die aus Punkten, Linien und Kurven besteht, die wiederum durch mathematische Gleichungen definiert werden. Im Gegensatz zu Raster- bzw. Pixelgrafiken, die aus Pixeln bestehen, behalten Vektorgrafiken ihre Qualität bei jeder Größenänderung bei. Sprich: egal wie groß oder klein du die Grafik abbildest, sie bleibt immer gestochen scharf.

Kein Wunder also, dass dieses Dateiformat Grafiker:innen-Herzen höher schlagen lässt. Ein schöner Nebeneffekt: Icons und Logos, die als Vektorgrafik zur Verfügung gestellt werden, können in Grafikprogrammen schnell und sauber bearbeitet, zum Beispiel umgefärbt, werden.

Vektorgrafik vs. Rastergrafik – was verwende ich wann?

Vektordatei

  • Skalierbarkeit und Präzision sind wichtig
  • Perfekte Darstellung scharfer und klarer Kanten
  • Ideal für Logos, Icons, Illustrationen und Schriften

Rastergrafik

  • Ideal für detailreiche und komplexe Bilder wie Fotografien und digitale Kunstwerke
  • Hervorragende Darstellung von feinen Farbnuancen und Details
  • Das Format für Fotografie und Bildbearbeitung
  • Qualitätsverlust beim Vergrößern muss in Kauf genommen werden
#2

Welche Vektor­grafik­formate gibt es?

SVG (Scalable Vector Graphics)

Ein Vektorformat, dem XML zu Grunde liegt. Ein echtes Multitalent, das von Webbrowsern unterstützt wird.

Unser Tipp

SVG ist das bevorzugte Format für Logos und Icons auf deiner Website.

PDF (Portable Document Format)

Das Chamäleon der Grafikformate: es kann Raster- und Vektorgrafiken enthalten und ist daher besonders praktikabel, um Dokumente untereinander auszutauschen.

EPS (Encapsulated PostScript)

Der Klassiker unter den Vektorformaten, inzwischen aber nicht mehr ganz State of the Art. Nichtsdestotrotz ist es noch häufig in Einsatz und kann von Werbeagenturen und Druckereien gleichermaßen gut verarbeitet werden.

AI (Adobe Illustrator Artwork)

Der Picasso unter den Vektorformaten, speziell für Illustrationen und Grafikdesign entwickelt. Ideal für kreative Köpfe, die auf Perfektion und Skalierbarkeit stehen. Das Beste daran: Nie wieder Pixelmatsch beim Vergrößern!

#3

Woran erkenne ich eine Vektorgrafik?

Es gibt ein paar einfache Methoden, um deiner (Vektor-)grafik auf die Schliche zu kommen:

Dateiformat

Vektorgrafiken haben oft Formate wie SVG, AI (Adobe Illustrator) oder EPS. Wenn du das siehst, bist du schon nahe am Ziel. Aber das Format allein kann auch täuschen: Manchmal werden Pixeldateien fälschlicherweise in diesen Formaten abgespeichert. Daher achte zusätzlich auf die nächsten beiden Merkmale.

Zoom-Test

Vergrößere die Grafik stark. Wenn sie nicht pixelig wird und knackig scharf bleibt, egal wie weit du hineinzoomst, hast du einen Volltreffer gelandet.

Vektorillustration einer Ziege mit Zoom-Ansicht eines Detailbereichs (scharf)

Vektorgrafik

Pixelbild einer Ziege mit Zoom-Ansicht eines Detailbereichs (unscharf)

Pixelgrafik

Bearbeitbarkeit

Vektorgrafiken lassen sich in Programmen wie Adobe Illustrator, Adobe InDesign, Affinity Publisher oder Inkscape leicht bearbeiten. Und zwar nicht nur vergrößern oder verkleinern: Jede Linie und jeder Punkt können separat angepasst, verschoben oder gelöscht werden.

#4

Was sind die Vorteile von Vektorgrafiken im Print- und Webbereich?

Skalierbarkeit

Vektorgrafiken können ohne Qualitätsverlust in beliebiger Größe gedruckt werden. Von der Mini-Visitenkarte bis zur Mega-Plakatwand – die Grafik wird immer scharf dargestellt.

Originalgröße

Zoom, ohne Qualitätsverlust

Dateigröße

Vektorgrafiken sind meist kleiner als hochauflösende Rasterbilder. Das spart Speicherplatz und Nerven. Im Webbereich heißt das auch: schnellere Ladezeiten. Huuuiiii …!

Bearbeitung

Jede Komponente einer Vektorgrafik kann einfach angepasst werden, was Designanpassungen und -korrekturen zum Kinderspiel macht. Der Icon soll statt Türkis Rot werden, die Line doppelt so dick? Kein Problem. Bei einer korrekt angelegten Vektorgrafik ist das im Handumdrehen erledigt.

Originaldesign

Bearbeitetes Design

Interaktivität

Mit SVG kannst du interaktive und animierte Grafiken erstellen, die deine Website abwechslungsreich und trendy machen.

schnelladende Vektor-Animation

#5

Tipps für den Umgang mit Vektorgrafiken

Die richtigen Tools verwenden

Um das Beste aus Vektorgrafiken herauszuholen, brauchst du die richtigen Werkzeuge. Diese Programme lohnen einen Blick:

  • Adobe Illustrator: Das Tool schlechthin für Werbeagenturen: Umfangreiche Profi-Features und nahtlose Integration mit anderen Adobe-Produkten.
  • Affinity Publisher: Die leistungsstarke, kostengünstige Alternative zu Illustrator. Ideal für Profis und Hobbydesigner gleichermaßen.
  • Inkscape: Kostenlose Alternative, die viele Funktionen von Adobe Illustrator bietet. Perfekt für Einsteiger und Open-Source-Enthusiast:innen.

Achte auf Kompatibilität

Nicht jedes Programm unterstützt jedes Vektorformat gleich gut. Achte also bei der Wahl des Dateiformats darauf, dass es von allen im Prozess verwendeten Programmen verarbeitet werden kann.

Ein Beispiel: Du hast keine Grafikprogramme zur Verfügung, möchtest aber auch im Büroalltag hoch qualitative CI-Vorlagen verwenden? Dann ist SVG dein Buddy. Diese sind mit Microsoft Word kompatibel.

Ein sauberes Design erstellen

Halte deine Datei „sauber“ und aufgeräumt. Vermeide unnötig komplexe Pfade und setze auf klare Linien und Formen.

Ein Beispiel: Für einen Kreis brauchst du nur vier Ankerpunkte. Nicht mehr, und nicht weniger.

Mit Ebenen arbeiten

Du arbeitest an einer komplexen Grafik? Verwende Ebenen, um deine Vektorgrafiken zu organisieren. Das erleichtert die Bearbeitung und Anpassung der einzelnen Elemente und hilft dir den Überblick zu bewahren.

Dateien für Web optimieren

Wenn du Vektorgrafiken für das Web verwendest, optimiere sie, indem du unnötige Daten entfernst und die Dateigröße reduzierst. Tools wie SVGOMG helfen dir dabei, deine SVG-Dateien zu bereinigen und zu komprimieren.

Unser Fazit

Vektorgrafiken sind ein echtes Must-have für Grafikdesigner:innen und aus dem Agenturalltag nicht wegzudenken. Ihre unbegrenzte Skalierbarkeit und hohe Qualität bringen uns die nötige Flexibilität und machen sie unverzichtbar, sowohl im Print- als auch im Webbereich.

Mit den richtigen Tools und Techniken sind dir keine Grenzen gesetzt: vom schlichten Icon bis zur komplexen Illustration ist alles möglich.

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