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WordPress Wartung: Selbst machen oder lieber auslagern?

Ob du eine Unternehmenswebsite, einen Blog oder einen Online-Shop betreibst: Deine Website braucht regelmäßige Betreuung. Updates, Backups, Sicherheitschecks, DSGVO-Konformität – das alles läuft nicht von selbst. Die Frage ist: Machst du deine WordPress-Wartung und Website Betreuung selbst, oder gibst du sie ab? Und was passiert eigentlich im Ernstfall – wenn die Seite gehackt wird oder plötzlich offline ist?

In diesem Artikel erfährst du, was professionelle Website Betreuung wirklich bedeutet, was ein WordPress Wartungspaket kostet und wie du für dein Business die richtige Entscheidung triffst.

Eine junge Frau schneidet sorgfältig einen Bonsai zurecht.

Letzte Aktualisierung: 18. Juni 2026

Du weißt noch nicht genau, warum Website-Wartung überhaupt so wichtig ist? Das erklären wir dir ausführlich in unserem Artikel Website-Wartung: Warum deine WordPress- oder Joomla!-Website regelmäßige Pflege braucht.


Was steckt in professioneller Website Betreuung?

„Website Wartung“ und „Website Betreuung“ werden oft synonym verwendet, meinen aber nicht dasselbe. Hier ein Überblick, was üblicherweise wirklich dazugehört:

Wartung

Wartung

Laufende Betreuung

Laufende Betreuung

Wartung

Wartung

Laufende Betreuung

Laufende Betreuung


Hält deine Website technisch aktuell. Für alles andere bist du selbst verantwortlich.

Umfassende Betreuung die auch über die rein technischen Basics hinausgeht.

Updates (Core, Plugins, Themes)
Ja
Ja
Backups & Wiederherstellung
Ja
Ja
Sicherheitschecks & Malware-Scans
Ja
Ja
Uptime Monitoring (24/7)
Ja
Ja
Backup der Daten und der Datenbank
Ja
Ja
SSL-Zertifikat & Hosting-Check
Ja
Ja
Prüfung rechtlicher Anforderungen
nein
Ja
Inhaltliche Änderungen & Content-Pflege
nein
Ja
Priority Support
nein
Ja
Notfallhilfe bei Hackingangriffen
nein
Ja

(je nach Paket)

Zusammengefasst:

Reine Wartung hält deine Website technisch am Laufen. Umfassende Betreuung sorgt dafür, dass sie läuft, sicher ist, rechtlich passt – und du jemanden hast, den du anrufen kannst, wenn etwas schiefgeht oder du inhaltliche Anpassungen brauchst.

WordPress-Wartung selbst machen: Für wen passt das?

Selbst warten ist riskant wenn du …

keine Zeit hast und Updates dann „irgendwann mal“ machst (Spoiler: das passiert nie)

… bei Fehlermeldungen nach Updates nicht weißt, wo du anfangen sollst

… deine Website für dein Business geschäftskritisch ist – als EPU, KMU oder Verein ohne eigene IT

keinen greifbaren WordPress-Support hast, wenn etwas schiefläuft

Selbst warten macht Sinn, wenn du …

technisch versiert bist und weißt, was du tust

… regelmäßig Zeit einplanst (realistisch: mind. 1–2 Stunden pro Monat)

… im besten Fall eine Staging-Umgebung hast, um Updates sicher zu testen

gesetzliche Änderungen selbst im Blick hast und umsetzen kannst

… im Notfall weißt, an wen du dich wenden kannst

Die ehrliche Zeitrechnung für den technischen Wartungsaufwand deiner Website

Hier ein realistischer Blick, wie viel Zeit du für deine gewissenhafte Website-Wartung einplanen musst:

  • Updates prüfen & einspielen
    20–45 min/Monat
  • Backup erstellen & testen
    15–30 min/Monat
  • Sicherheits-Scan + Auswertung
    15–20 min/Monat
  • Check der aktuellen Rechtslage
    15–30 min/Quartal
  • Fehler nach Update beheben
    0 min – im Glücksfall bis mehrere Stunden im Worst Case

Gesamt: 1 bis 2 Stunden

pro Monat + Puffer für Notfälle

Das ist im besten Fall machbar. Im schlechtesten Fall sitzt du stundenlang dabei, warum dein Kontaktformular nach einem Plugin-Update plötzlich nicht mehr funktioniert, wieso das Menü zerschossen ist oder deine Bilder nicht mehr angezeigt werden.

Reality-Check

Laut einer Untersuchung von WP White Security sind über 56 % aller gehackten WordPress-Websites auf veraltete Plugins zurückzuführen. Die gute Nachricht: Das ist vollständig vermeidbar – mit konsequenten Updates!

Was kostet es, die Website-Betreuung auszulagern?

Das ist natürlich die Frage, die uns alle beschäftigt. Österreichische Anbieter:innen für WordPress Wartungspakete bewegen sich typischerweise in diesen Bereichen:

Basis-Wartung
reine technische Betreuung (Updates, Backup, Sicherheitscheck)
ca. € 40,- bis 70,- exkl. / Monat


Betreuungspaket
technische Updates + Zeitkontingent für Support und Inhaltspflege
ca. € 150,- bis 190,- exkl. / Monat


Premium-Paket
zB technische Wartung + Zeitkontingent für Support und Inhaltspflege + Priority-Status + Hack-Notfallhilfe
ca. € 180,- bis 250,- exkl. / Monat

Die angegebenen Preise entsprechen unserer Erfahrung nach marktüblichen Richtwerten – die tatsächlichen Kosten variieren je nach Anbieter:in und dem, was konkret im Paket steckt.

Unser Tipp:

Achte bei Wartungsangeboten nicht nur auf den Preis, sondern auch auf das, was nicht drinsteckt. Ein günstiges Paket, das nur Updates einspielt, aber keine Backups testet, kein Monitoring hat und bei einem Hack keine Unterstützung bietet, ist natürlich günstiger als ein Paket mit zwei Stunden Priority-Support und pro Monat.

Und wenn etwas schiefgeht? WordPress Support im Ernstfall

Das ist die Frage, die wir gerne verdrängen – bis es passiert. Dabei ist sie eine der wichtigsten bei der Entscheidung ob du selbst wartest oder dir professionellen Support holst.

Szenario 1: Die Website ist plötzlich offline

Ob durch ein fehlgeschlagenes Update, einen Server-Fehler oder einen Angriff – eine Website, die down ist, kostet: Vertrauen, Anfragen, im schlimmsten Fall Umsatz. Professionelles Uptime Monitoring erkennt Ausfälle sofort und löst eine automatische Benachrichtigung aus. Wer selbst wartet, bemerkt das oft erst, wenn die erste Kundin oder der erste Kunde anruft.

Szenario 2: Die Website wurde gehackt

Gehackte Websites sind kein seltenes Einzelschicksal. Jeden Tag werden tausende WordPress-Seiten angegriffen – die meisten über veraltete Plugins oder unsichere Passwörter. (Quelle: Sucuri Website Threat Research Report)

Was passiert ohne professionelle Unterstützung?

  • Google markiert deine Website als „unsicher“ → Besucher:innen sehen eine Warnseite statt deines Inhalts
  • Deine Domain landet auf Blocklisten → E-Mails werden als Spam eingestuft
  • Die Bereinigung einer gehackten WordPress-Website ist technisch aufwändig und ohne Know-how kaum sauber durchführbar
  • Schadsoftware kann sich tief im System verstecken – eine oberflächliche Reinigung reicht oft nicht

Szenario 3: Gesetzliche Änderungen, die du verpasst hast

Eine Website ist kein statisches Dokument – und das Gesetz schläft auch nicht. Rechtliche Anforderungen an Websites ändern sich regelmäßig, und wer das nicht im Blick hat, riskiert Abmahnungen oder ist schlicht nicht mehr compliant.

Ein paar aktuelle Beispiele:

  • DSGVO: Cookie-Richtlinien, Datenschutzerklärungen und Drittanbieter-Plugins müssen laufend geprüft und aktualisiert werden – was heute passt, kann morgen schon veraltet sein.
  • Barrierefreiheit: Der European Accessibility Act verpflichtet seit Juni 2025 viele Unternehmen dazu, ihre digitalen Angebote barrierefrei zu gestalten. Für Websites bedeutet das konkrete technische und inhaltliche Anforderungen.
  • Widerrufsbutton bei Online-Shops: Seit 19. Juni 2026 gilt in Österreich die Pflicht zur Schaltfläche „Vertrag kündigen“ bzw. zum digitalen Widerrufsbutton für bestimmte Online-Verträge – wer einen Shop betreibt, muss das umgesetzt haben.

Wer das selbst im Griff haben will, muss aktiv dranbleiben und rechtliche Entwicklungen verfolgen. Wer die Website-Betreuung ausgelagert hat, kann darauf vertrauen, dass solche Änderungen bekannt sind – und proaktiv angesprochen werden.

Kleiner Bedarf, großer Aufwand? Nicht mit einem Zeitkontingent

Neben dem Worst-Case gibt es noch eine andere Alltagsrealität, die viele unterschätzen: die kleinen, aber mühseligen Änderungen auf der Website.

Du willst ein Bild tauschen. Eine Öffnungszeit anpassen. Eine neue Leistung ergänzen. Klingt simpel – und theoretisch kannst du das vielleicht sogar selbst, du hattest ja eine Einschulung. Aber mal ehrlich: Wenn du etwas nicht regelmäßig machst, rostest du ein. Wenn du nur alle paar Monate ins Backend steigst, kostet dich schon die kleinste Änderung unverhältnismäßig viel Zeit. Und danach die bange Frage: Hab ich das wirklich richtig gemacht? Sitzt der Text auf Mobil auch noch? Ist das Formular noch in Ordnung? Puuuhhh …

Genau für diese Situationen lohnt es sich, neben dem reinen Wartungspaket auch einen kleinen Zeitpuffer mitzubuchen. Im Rahmen der Wartung erhältst du ein monatliches Stundenkontingent zu einem vergünstigten Stundensatz an. Du schreibst kurz, was du brauchst – und es wird erledigt. Kein Einloggen, kein Rätseln, kein Nachkontrollieren. Und du weißt: Es sitzt.

Praxisbeispiel: Website-Support ohne Overhead

In unserem Web Smart- und Web Complete-Paket ist ein monatliches Zeitkontingent von 90 Minuten enthalten. Was das konkret bedeutet? Hier ein Beispiel:

„Du möchtest auf der Startseite einen Hinweis auf deine letzte Veranstaltung mit kurzem Text und Bild.“

Deine Aufgabe:

  • Du schreibst eine kurze Nachricht an dein Support-Team mit deinem Text und dem Foto.
  • Fertig – dein Job ist schon erledigt!

Unsere Aufgabe:

  • Wir legen die neue Section an und fügen den Text ein
  • Wir schneiden das Bild zu und komprimieren es (kleine Dateigröße = gute Ladezeit)
  • Wir bauen das Bild ein und ergänzen einen Alt-Text, damit es auch für Screenreader ausgelesen werden kann.
  • Wir testen die korrekte Darstellung der neuen Section auf allen Größen (= responsive Layout für mobil – Tablet – Desktop)
  • Wir geben dir Bescheid, dass alles erledigt ist.
Der Vorteil einer Supportpauschale

Kein neues Projekt, kein neues Angebot, kein organisatorischer Aufwand für beide Seiten. Kleine Anpassungen werden einfach erledigt – von jemandem, der deine Website in- und auswendig kennt.

Unsere Pakete findest du hier.

Was ist mit der Wartung von Joomla!-Seiten?

Alles, was für WordPress gilt, trifft gleichermaßen auf Joomla! zu. Auch hier brauchen Core, Extensions und Templates regelmäßige Updates, auch hier sind Backups, Sicherheitsmonitoring und DSGVO-Konformität unverzichtbar. Die Werkzeuge sind andere, der Bedarf identisch – und die Frage, was bei einem Hack zu tun ist, stellt sich genauso.

Mein Fazit

Website Betreuung ist weit mehr als nur Updates einspielen.

Die Entscheidung „Website selbst warten oder auslagern?“ hängt von deiner Zeit, deinem Know-how und nicht zuletzt davon ab, wie wichtig dir ein störungsfreier Online-Auftritt ist. Wenn du technisch fit bist und dir regelmäßig die Zeit für deine Seite nimmst – super, go for it! Wenn du aber jetzt schon weißt, dass es an Zeit und Nerven scheitern wird und du im Ernstfall allein dastehen würdest: Dann ist ein professioneller Support deiner Website durch ein Developer-Team eine kluge Investition.

Denn eins steht fest: das Teuerste an der Website-Betreuung sind nicht die monatlichen Kosten – sondern was passiert, wenn die Wartung ausbleibt.

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