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Website-Wartung: Warum deine WordPress- oder Joomla!-Website regelmäßige Pflege braucht

Stell dir vor, du kaufst dir ein neues Auto, fährst damit jeden Tag – und ignorierst dann konsequent alle Servicetermine. Kein Ölwechsel, keine Inspektion, keine Reifenkontrolle. Klingt nach einer schlechten Idee? Ist es auch. Und genau dasselbe gilt für deine Website.

Ob WordPress oder Joomla! – eine Website ist kein „einmal bauen, fertig“-Projekt, sondern ein lebendes System, das regelmäßige Zuwendung braucht. Was zur professionellen Website-Wartung gehört, warum sie wirklich wichtig ist und wie du den Überblick behältst – das erfährst du hier.

Letzte Aktualisierung: 2. Juni 2026

Warum überhaupt Website-Wartung?

WordPress und Joomla! sind Open-Source-CMS-Systeme. Das bedeutet: Sie werden von einer riesigen Community weiterentwickelt, zugleich aber auch von zahlreichen Angreifer:innen laufend auf Sicherheitslücken untersucht.

Sobald eine neue Schwachstelle bekannt wird, gibt es meist sehr schnell ein Sicherheitsupdate, das diese auch wieder schließt. Wer jedoch die Updates nicht einspielt, öffnet Tür und Tor für Hackingangriffe.

Warum Sicherheit nicht der einzige Grund ist, wieso du deine Website warten solltest:

  • Website-Performance: Veraltete Plugins und Themes können deine Seite spürbar ausbremsen. Und wir alle wissen: niemand dreht gern Däumchen langsame Websites verlieren Besucher:innen.
  • Kompatibilität: PHP-Versionen, Datenbanken und Hosting-Umgebungen entwickeln sich weiter. Wenn deine Website-Komponenten nicht mithalten, kann es zu Fehlern oder sogar Ausfällen kommen.
  • Funktionalität: Plugins, die nicht aktuell gehalten werden, hören irgendwann schlicht auf zu funktionieren und ziehen manchmal auch andere Komponenten dabei mit.
  • SEO und Google-Ranking: Suchmaschinen bevorzugen schnelle, sichere und technisch einwandfreie Websites. Eine vernachlässigte WordPress- oder Joomla!-Website kann im Ranking abrutschen. Und das, ohne dass du es überhaupt merkst.
Auf den Punkt gebracht

Website-Wartung ist keine optionale Kür, sondern das notwendige Fundament dafür, dass deine Website zuverlässig tut, was sie soll, gut performt und einwandfrei funktioniert.

Was gehört zur professionellen Website-Wartung?

Updates einspielen – das Herzstück jeder Website-Wartungsroutine

Das Wichtigste zuerst: Updates. Und damit meinen wir nicht nur das CMS selbst (also WordPress-Core oder Joomla!-Core), sondern auch:

  • Plugins / Extensions
    In WordPress heißen sie Plugins, in Joomla! sind es die Extensions. Sie sind oft die größte Angriffsfläche, weil sie von Drittanbieter:innen stammen und sehr unterschiedlich gut gepflegt werden.
  • Themes / Templates
    Auch hier gibt es regelmäßig Sicherheits- und Kompatibilitätsupdates um alles in Schuss zu halten.
  • PHP-Version
    PHP ist die Programmiersprache, auf der beide Systeme laufen. Stark veraltete PHP-Versionen sind ein ernstes Sicherheitsrisiko und werden von Hosting-Anbieter:innen irgendwann abgeschaltet.
Unser Tipp

Wenn du unsicher bist, spiel die Updates nicht direkt ein, sondern mach vorher ein Backup (dazu hier mehr). Teste vor allem größere Updates auf einer Staging-Umgebung, bevor sie live gehen. Das ist zwar Aufwand, spart dir aber Nerven, wenn ein Update mal etwas Unvorhergesehenes auslöst.

Das Webiste-Backup: Deine Lebensversicherung

Ein Backup ist der Fallschirm, den du hoffst nicht zu brauchen, aber wirklich froh bist ihn zu haben, wenn doch mal etwas schiefläuft. Regelmäßige Datensicherung schützt dich nicht nur vor Datenverlust bei Hackingangriffen, sondern auch vor menschlichen Fehlern und technischen Ausfällen. 

Was soll beim Website-Backup gesichert werden?

  • Die komplette Datenbank (hier liegen alle Inhalte, Einstellungen, Nutzer:innen)
  • Alle Dateien der Website (Themes, Plugins, Uploads)

Wie oft soll ein Website-Backup gemacht werden?

Das hängt ganz davon ab, wie aktiv deine Website ist. Wir empfehlen:

  • Kleine private oder Unternehmenswebsites, die selten aktualisiert werden: wöchentlich oder ggf. monatlich, auf jeden Fall aber  immer, bevor Updates eingespielt werden
  • Seiten auf denen sich laufend etwas tut, zB Events oder regelmäßige Newsbeiträge: täglich
  • Online-Shops oder Veranstaltungswebsites mit laufenden Bestellungen: mehrmals täglich

Unser Tipp

Speicher Backups immer extern, also nicht nur auf demselben Server, auf dem auch die Website liegt. Im Ernstfall brauchst du eine Kopie, die unabhängig davon existiert. Cloud-Speicher, externe Festplatten oder dezidierte Backup-Dienste sind gute Optionen. 

Um das Backup musst du dich nicht zwingend selbst kümmern, oft wird das vom Hostingdienst gemacht.

Dein Backup ist wertlos. Solange du es nicht getestet hast.

Ein Backup, das nie getestet wurde, ist kein Backup, es ist eine Hoffnung. In der Praxis stellt sich oft erst im Ernstfall heraus, dass die Sicherung unvollständig war, auf einem defekten Speichermedium liegt oder schlicht nicht wiederherstellbar ist. Wer sichergehen will, testet regelmäßig: Backup einspielen, Website prüfen, Datenbank kontrollieren. Erst wenn die Wiederherstellung funktioniert, ist das Backup tatsächlich etwas wert. Idealerweise passiert das nicht manuell und sporadisch, sondern als fixer Bestandteil der Wartungsroutine.

Gründlicher Rundum-Sicherheits-Check deiner WordPress- oder Joomla!-Website

Neben regelmäßigen Updates gibt es weitere wichtige Sicherheitsmaßnahmen für deine Website:

  • Login absichern
    Starke Passwörter, Zwei-Faktor-Authentifizierung und Limitierung von Login-Versuchen sind einfache Maßnahmen mit großer Wirkung.
  • Benutzer:innen-Verwaltung überprüfen
    Gibt es noch Accounts von ehemaligen Mitarbeitenden oder Freelancer:innen? Weg damit.
  • SSL-Zertifikat prüfen
    Das kleine Schloss in der Browserleiste zeigt, dass die Verbindung verschlüsselt ist. SSL-Zertifikate laufen ab, prüfe daher regelmäßig, ob deines noch gültig ist. Ohne gültiges SSL-Zertifikat markieren Browser deine Website als „nicht sicher“ – ein echter Conversion-Killer.
Expemplarische Browserleisten mit URL "komplizinnen.at", links daneben Icon "Schloss" bzw. "Schild mit Checkmark" als Verifizierung des SSL-Zertifikats
  • Malware-Scan
    Mit spezialisierten Sicherheits-Plugins wie Wordfence (WordPress) oder Akeeba Admin Tools Akeeba Admin Tools  (Joomla!) kannst du deine Website regelmäßig auf Schadsoftware prüfen.
  • Bei Websites mit Interaktionsmöglichkeit: Spam-Kommentare und Spam-Accounts bereinigen
    Nicht nur lästig, sondern auch ein Zeichen, dass Bots aktiv versuchen, deine Website zu missbrauchen.

Datenbankpflege und -optimierung

Datenbanken sammeln mit der Zeit eine Menge Datenmüll: gelöschte Beiträge, automatische Revisionen, Spam-Kommentare, transiente Daten von Plugins. Das bremst die Ladezeit deiner Website und macht bläst die Datenbank unnötig auf.

Regelmäßiges Bereinigen der Datenbank – z. B. mit WP-Optimize (WordPress) oder Akeeba Admin Tools  (Joomla!) – hält alles schlank und verbessert die Website-Performance spürbar.

Broken Links finden und beheben

Nichts ist frustrierender als Links, die ins Leere führen, gleichermaßen für deine Besucher:innen wie auch für Google. Defekte Links (404-Fehler) schaden der Nutzererfahrung und können das Suchmaschinenranking negativ beeinflussen. Ein monatlicher Link-Check mit Tools wie Broken Link Checker  (WordPress) oder Dr. Link Checker ist deshalb ein einfacher, aber wirkungsvoller Bestandteil der Website-Pflege.

Performance-Monitoring und Ladezeiten

Lädt deine Website noch genauso schnell wie am ersten Tag? Das lässt sich einfach prüfen – zum Beispiel mit Google PageSpeed Insights oder GTmetrix.

Schlechte Ladezeiten sind ein direkter SEO-Faktor: Google bewertet langsame Websites schlechter. Wenn die Performance nachlässt, ist das oft ein Hinweis auf nicht bereinigte Datenbanken, eine alte PHP-Version, zu viele aktive Plugins oder ein veraltetes Theme.

Wie oft soll ich meine Website warten?

Es gibt keine festen Vorgaben zu den Wartungsintervallen. Unserer Erfahrung nach haben sich folgende Richtwerte bewährt:

  • Core-, Plugin- & Theme-Updates: min. monatlich (bei kritischen Sicherheitsupdates sofort!)
  • Backup prüfen & testen: monatlich
  • Datenbankbereinigung: monatlich
  • Broken-Link-Check: monatlich bzw. immer nachdem du deine Website erweiterst
  • Malware-Scan: monatlich
  • Nutzer:innen-Verwaltung überprüfen: vierteljährlich
  • PHP-Version & Hosting-Kompatibilität prüfen: vierteljährlich
  • SSL-Zertifikat prüfen: automatisiert überwachen
  • Performance-Test (PageSpeed): vierteljährlich

WordPress-Wartung vs. Joomla!-Wartung: Gibt es Unterschiede?

Im Großen und Ganzen folgen beide Systeme denselben Wartungsprinzipien. Ein paar Unterschiede gibt es trotzdem:

Wartung von WordPress-Websites

ist durch die schiere Verbreitung des Systems besonders wichtig – rund 40 % aller Websites weltweit laufen auf WordPress, was es zum beliebtesten Angriffsziel macht.

Die große Plugin-Auswahl ist ein Vorteil, bringt aber auch Risiken mit sich: Je mehr Plugins, desto mehr potenzielle Sicherheitslücken.

Wartung von Joomla!-Websites

ist etwas technischer, aber vom Grundprinzip her identisch. Extensions (das Joomla!-Pendant zu WordPress-Plugins) müssen ebenfalls regelmäßig aktualisiert, geprüft und bei Nichtgebrauch deinstalliert werden.

Gemeinsam haben beide Systeme: Vernachlässigung rächt sich. Immer.

5 Tipps & Tricks für eine effiziente Wartung von WordPress und Joomla!-Websites

1. Nutze eine Staging-Umgebung

Teste Updates zuerst auf einer Kopie deiner Website. Erst wenn du sicher bist, dass alles geklappt hat, stelle die Seite wieder online. Viele Hosting-Provider stellen dir die Staging-Umgebung mit wenigen Klicks bereit.

2. Automatische Updates mit Bedacht einsetzen

WordPress erlaubt es, kleinere Updates automatisch einzuspielen. Das ist theoretisch praktisch, bei Major-Updates oder Plugins mit starker Systemintegration solltest du dich aber lieber manuell dransetzen und alles bewusst im Blick behalten.

3. Deinstalliere, was du nicht nutzt

Jedes nicht verwendete Plugin, jede inaktive Extension und jedes deaktivierte Theme ist ein potenzielles Sicherheitsrisiko. Inaktive Plugins werden oft nicht mehr aktualisiert – also nichts wie raus damit.

4. Wartungsarbeiten dokumentieren

Ein einfaches Logbuch (auch eine Tabelle reicht) mit Datum und durchgeführten Maßnahmen hilft dir, den Überblick zu behalten und im Problemfall nachzuvollziehen, wann was gemacht wurde.

5. Website-Wartung vom Profi in Betracht ziehen

Wenn dir das alles zu aufwendig ist, ist das völlig verständlich – du hast schließlich auch noch ein Business zu führen. Genau dafür gibt es unseren Website-Wartungsservice: Wir übernehmen verlässlich die laufende Pflege, und du kannst dort glänzen, wo deine echte Expertise liegt.

Mein Fazit

Regelmäßige Website-Wartung zahlt sich aus!
Website-Wartung klingt nach lästiger Pflicht. Und ja, oft ist sie das auch. Aber sie ist die mit Abstand günstigste und effektivste Methode, um teure Notfall-Rettungsaktionen, Sicherheitsvorfälle und Datenverluste zu verhindern. Eine gepflegte WordPress- oder Joomla!-Website läuft schneller, ist sicherer und rankt besser bei Google. Und der schöne Nebeneffekt: Wer regelmäßig wartet, schläft besser. Versprochen.

Wenn du dir jetzt denkst: „Das ist mir alles zu viel, ich will einfach nur, dass meine Website läuft“, dann melde dich, überlass die Website-Wartung uns und du wirst sogar noch besser schlafen.

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