Website-Projekte auslagern: Was White-Label-Webentwicklung für Agenturen wirklich bedeutet
Deine Agentur bekommt eine Anfrage für eine neue Website, aber Webentwicklung ist einfach nicht euer Ding? Dennoch möchtest du klarerweise deine Kund:innen weiter selbst betreuen. Dann ist White-Label-Webentwicklung genau das Richtige für dich. Dabei übernimmt ein spezialisierter Partner die technische Umsetzung – von UX-Design bis Launch – während du als Agentur die Kundenbeziehung behältst.
In diesem Artikel erfährst du, was White-Label-Webentwicklung genau bedeutet, wie sie sich von der Zusammenarbeit mit Freelancer:innen unterscheidet und worauf du bei der Wahl deines Partners achten solltest.
Letzte Aktualisierung: 20. Juli 2026
Was ist White-Label-Webentwicklung überhaupt?
Kurz gesagt: Du verkaufst das Webprojekt, ein anderes Team setzt es unter deinem Namen um. Deine Kund:innen merken davon nichts, wenn du das nicht möchtest. Für dich heißt das: Du kannst Website-Projekte anbieten, ohne selbst Entwickler:innen einzustellen oder dich ins technische Detail einarbeiten zu müssen.
White-Label-Webentwicklung ≠ White-Label-Produkt
Kurze Begriffsklärung: Bei White-Label-Webentwicklung geht es um die Programmierung und Umsetzung von Websites. Im Gegensatz dazu stehen White-Label-Produkte (z. B. ein umgelabeltes SaaS-Tool), das du nur mit deinem Logo weiterverkaufst.
Bei der Webentwicklung entsteht eine individuelle Umsetzung nach den Anforderungen deiner Kund:innen – kein Standardprodukt von der Stange. Technisch setzen wir dabei vor allem auf WordPress, gerne in Verbindung mit WooCommerce, und Joomla!.
Für wen lohnt sich das?
White-Label-Webentwicklung ist vor allem für Agenturen interessant, die:
sich auf Konzept, Design oder Marketing spezialisiert haben, aber keine eigene Entwicklungsabteilung im Haus haben
bei Projektspitzen zusätzliche Kapazität brauchen
ein Projekt mit technischen Anforderungen bekommen, die den eigenen Skillset übersteigen (z. B. WooCommerce-Shop, Schnittstellen, Mitgliederbereiche)
barrierefreie oder DSGVO-konforme Umsetzung brauchen, aber intern niemanden haben, der sich damit auskennt
Freelancer oder White-Label-Partner? Der Unterschied
Freelancer:in
Freelancer:in
Lokale White-Label-Partner (Agentur)
Lokale White-Label-Partner (Agentur)
Freelancer:in
Freelancer:in
Lokale White-Label-Partner (Agentur)
Lokale White-Label-Partner (Agentur)
Verfügbarkeit
abhängig von Auslastung einer einzelnen Person
Zeitzone & Sprache
meist gleich
gleiche Zeitzone, Deutsch und Englisch
Skillset
oft auf einen Kernbereich spezialisiert
UX-/UI-Design und Webentwicklung aus einer Hand, meist auch weitere Skills wie Barrierefreiheit und Datenschutz
Datenschutz & DSGVO
abhängig von der individuellen Weiterbildung
EU/Österreich, DSGVO-konform
Code-/IP-Eigentum
nach individueller Vereinbarung
nach individueller Vereinbarung
Vertragliche Absicherung
oft informell
Verschwiegenheits- und Kundenschutzklauseln als Standard
Skalierbarkeit
begrenzt auf die Kapazität einer Person
Team wächst mit deinen Projekten mit
Laut Freelancer-Kompass 2026 berichten 43 % der Freelancer:innen von keiner gesicherten Projekt-Auslastung (Quelle: StartingUp) – ein Hinweis darauf, dass Kapazität und Verfügbarkeit bei Einzelpersonen stärker schwanken können als bei einem eingespielten Team. Das heißt nicht, dass Freelancer:innen unzuverlässig sind – viele arbeiten sehr professionell. Es heißt nur: Wenn dein gesamtes Projekt an einer einzigen Person hängt, ist das ein Risiko, das du einkalkulieren solltest.
Wie die Zusammenarbeit mit einer White-Label-Agentur für Webentwicklung aussehen kann
Es gibt kein starres Schema für White-Label-Webentwicklung – die Zusammenarbeit richtet sich danach, was du und deine Kund:innen gerade brauchst. Das reicht von der reinen technischen Umsetzung eines fertigen Designs in WordPress oder Joomla! bis zur kompletten Übernahme eines Projekts von Konzept bis Launch.
Genauso flexibel ist die Frage der Sichtbarkeit: Ob der White-Label-Partner als eigenständige Partneragentur auftritt oder komplett unsichtbar im Hintergrund bleibt, entscheidest du – je nachdem, wie es zu deiner Positionierung passt und wie stark du selbst ins Projekt eingebunden sein möchtest.
Für eine längerfristige Zusammenarbeit eignet sich ein fixer Retainer: So arbeitet ihr auf beiden Seiten effizient zusammen, ohne bei jedem neuen Projekt organisatorischen Ballast mitzuschleppen.
6 Dinge, auf die du bei der Wahl deiner White-Label Agentur achten solltest
Gleiche Zeitzone, gleiche Sprache:
Erspart Missverständnisse und macht schnelle Abstimmungen möglich.
Feste Ansprechpartner:innen:
Kein Ticket-Ping-Pong mit wechselnden Kontakten.
Vertragliche Absicherung:
Verschwiegenheits- und Kundenschutzklauseln schützen deine Agenturbeziehung.
Datenschutz & Barrierefreiheit:
Seit 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsgesetz (Umsetzung des European Accessibility Act) auch für viele private Unternehmen in Österreich. Ein Partner mit Expertise in dem Bereich erspart dir rechtliches Kopfzerbrechen.
Kostentransparenz:
Ein seriöser Partner legt Kosten vorab offen, egal ob projektbezogen oder auf Retainer-Basis.
Code- und Rechteübertragung:
Kläre vorab, wem die fertige Website gehört. Bei einem seriösen Partner gehen Code und Nutzungsrechte nach Projektende an dich bzw. deine Kund:innen über – ganz ohne Diskussion.
Es kommt auf den richtigen Vibe an. Denn am Ende entscheiden immer Vertrauen und eine gute Kommunikation, ob eine Partnerschaft auf Dauer funktioniert. Das lässt sich auch nicht in den besten Vertrag gießen. Verpflichte dich nicht gleich langfristig, sondern lern dein Gegenüber erst im Rahmen eines ersten Projekts kennen. Passt die Chemie, ergibt sich die langfristige Zusammenarbeit von selbst.
Mein Fazit
White-Label-Webentwicklung nimmt dir die technische Umsetzung ab, ohne dass du deine Kundenbeziehung aus der Hand geben musst. Im Vergleich zu einer einzelnen Freelancer:in bekommst du ein Team, das Kapazitätsspitzen abfängt, mehrere Skills unter einem Dach vereint und Prozesse mitbringt, die auch bei Urlaub oder Krankheit nicht ins Stocken geraten.
Ob einmaliges Projekt oder feste Partnerschaft im Hintergrund: Am Ende zählt, dass deine Kund:innen ein gutes Ergebnis bekommen – wer’s technisch umsetzt, entscheidest du.
Mehr zu unseren Modellen und Konditionen für White-Label-Webentwicklung findest du hier →
Katharina